Gedichte von Tod & Trauer


Trauergedichte drücken den Schmerz, die Sehnsucht und manchmal auch die Wut aus, die wir empfinden, wenn eine geliebte Person von uns geht. Gedichte von Tod und Trauer können manchmal helfen, mit diesen Gefühlen besser umzugehen und sich von der verstorbenen Person zu verabschieden.

Es sandte mir das Schicksal tiefen Schlaf.
Ich bin nicht tot, ich tauschte nur die Räume.
Ich leb in euch, ich schaue in eure Träume,
da uns, die wir vereint, Verwandlung traf.

Ihr glaubt mich tot, doch dass die Welt ich tröste,
leb ich mit 1000 Seelen dort,
an diesem wunderbaren Ort,
im Herzen der Lieben. Nein, ich ging nicht fort.
Unsterblichkeit vom Tode mich erlöste.
Michelangelo Buonarroti


Gottes Milde mocht es fügen,
Liegt ein Mensch in letzten Zügen,
Stehn´ am Sterbebett die Seinen,
Dass sie müssen weinen, weinen;
Dass sie nicht vor Tränen schauen
Das unnennbar bange Grauen,
Wie der Geist verlässt die Hülle,
Letztes Zucken, tiefe Stille.
Weh dem Tränenlosen, wehe,
Der sich wagt in Sterbensnähe,
Denn ihm kann durchs ganze Leben
Jenes Grauen heimlich beben.
Doch ein Anblick tieferer Trauer,
Bänger als des Sterbens Schauer,
War es, könnt ein Aug´ es fassen,
Wie zwei Herzen sich verlassen.
Nikolaus Lenau


Es ist eine Ferne, die war, von der wir kommen.
Es ist eine Ferne, die sein wird, zu der wir gehen.
Johann Wolfgang von Goethe