Trauergedichte für Kinder


Für eine Mutter bzw. die Eltern, gibt es nichts Schlimmeres als das eigene Kind zu verlieren. Das ist schließlich nicht der Lauf der Zeit. Schmerz und Wut über so viel Ungerechtigkeit lassen sich nicht in einem Wort wie Trauer unterbringen, aber vielleicht kann es Trost schenken, die Worte zu einem Gedicht zusammenzuführen. Lesen Sie hier nun Gedichte der Trauer für und über Kinder.

Dein Mund, Deine Augen und auch Dein Haar,
in ihrer Erinnerung bleibt es wie es war.

Dein Glucksen, Dein Weinen und Dein Lachen,
in ihrer Erinnerung sehen sie Dich die schönsten Dinge machen.

Die Wut, die Trauer und der Schmerz,
zerreisst ihnen fast das Herz.

Du bist nun an einem ihnen unbekannten Ort,
so nah - und doch so weit fort.

Ihr werdet Euch ganz sicher wiedersehen,
wenn ihre Zeit gekommen ist zu gehen.

Obwohl man dich so früh von Mami und Papi nahm,
Du warst das Beste was sie je bekamen.

Nun kleine Prinzessin fürchte Dich nicht
geh nur zu aufs helle, freundliche Licht.

Ich weiß genau es wird Dich immer geben,
denn in ihren und in vielen anderen Herzen
wirst Du endlos weiterleben.


Ein Winterabend still und kalt.
Drei Kinder wandern durch den Wald.

Sie gingen schon oft den Weg allein.
Heut flimmert der Mond mit irrem Schein.

Der Pfad, der sonst so kurz nach Haus,
heut mündet er nimmer zum Wald hinaus.

Die kleinen Beinchen schreiten voran.
Da ragt empor der finstere Tann.

Sie laufen zurück und hin und her.
Sie finden im Schnee den Weg nicht mehr.

Es weinen die Kleinsten, wohl irrten sie weit.
Kalt ist die Nacht und Schlafenszeit!

Sieh dort, unter Wurzeln ein trocknes Hohl,
Da bettet das Schwesterchen beide wohl.

Trägt Moos und Laub zu ihrer Ruh
Und deckt mit dem eignen Tüchlein sie zu.

Die Nacht ist kalt, vom Mond erhellt,
Es funkeln die Sterne am Himmelszelt.

Man hat sie gesucht mit Rufen und Schrein,
Man hat sie gefunden beim Morgenschein.

Die beiden Kleinen, sie schlafen fest,
Aneinandergeschmiegt im warmen Nest.

Den Arm gerafft voll Laub und Moos,
So fand man die andre bewegungslos.

So lag sie im Schnee - die Wangen rot,
Die hatte geküsst der eisige Tod.
Heinrich Seidel


Schließe mir die Augen beide
mit den lieben Händen zu!
Geht doch alles, was ich leide,
unter deiner Hand zur Ruh.

Und wie leise sich der Schmerz
Welle um Welle schlafen legt,
wie der letzte Schlag sich regt,
füllest du mein ganzes Herz.
Theodor Storm


Traurig lauf ich durch die Gassen,
den wir mussten dich gehen lassen.
Für immer wirst du in unserem Herzen sein
und wir sind von nun an ganz schön allein.